Am 22.11.2011 faszinierte Stefan Knoll mit seinem Theater Maskara zum wiederholten Male die Kinder der Grundschule Obergünzburg. Dieses Jahr wurde das Märchen "Die Kristallkugel" der Gebrüder Grimm gespielt.

Die drei Söhne einer Zauberin wachsen in brüderlicher Liebe heran, bis die Mutter um ihre Macht fürchtet und den ältesten Sohn in einen Adler, den zweiten Sohn in einen Wal verwandelt. Der dritte Sohn aber flieht heimlich.

Während seiner Flucht erfährt er von einer verwünschten Prinzessin im Schloss der goldenen Sonne, die nur mit der Kristallkugel von ihrer Hässlichkeit erlöst werden kann. Viele junge Männer haben sich schon an den zu lösenden Aufgaben versucht, sind aber gescheitert. Der dritte Sohn hört genau zu und stellt sich ohne Furcht den Aufgaben. Aber nur mit Hilfe seiner Brüder kann er diese Aufgaben lösen. Die Klarheit der Kristallkugel bricht jede Zaubermacht. So erhalten die Brüder ihre menschliche Gestalt zurück und die Königstochter steht in aller Schönheit vor dem Helden. Voll Freude werden sie König und Königin im Schloss der goldenen Sonne.

Begeistert waren die Kinder bei diesem Solo-Erzählstück vor allem von den vielen verschiedenen Musikeinlagen von Stefan Knoll, der es verstand die Kinder immer wieder zu fesseln. Faszinierend waren die kunstvollen, selbst gefertigten Masken, in die der Künstler immer wieder schlüpfte, dabei sowohl seine Rollen, damit auch Stimme, Gestik sowie Mimik, als auch das Bühnenbild blitzschnell wechselte. Jede Person bekam so seinen unverwechselbaren Charakter. Stefan Knoll beherrschte den Wechsel zwischen Spiel und Gesang so meisterhaft, dass die Kinder manchmal vergaßen, dass sich nur ein Schauspieler hinter allen Figuren versteckte. Lang anhaltender Applaus belohnte den Solokünstler.

(Barbara Bayer, Lehrerin)